Leserbriefe

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12 Leserbriefe

Von Helmut Ottacher aus Spittal/Dr.

Jubelmeldung: Hunderttausende Jugendliche kamen nach Krakau, um Franziskus zuzujubeln. So ein herausragendes Ereignis ließe hoffen, wäre da nicht der Alltag mit dem Auszug aus der r. k. Kirche einer ganzen Generation. Hinzu kommt noch die Sorge, dass nach der Arbeiterschaft und den Jungen in diesem Jahrhundert die frustrierte Frauenschaft die Kirchentüren hinter sich schließen könnten.
Kein schönes Bild, das die westliche Welt zeichnet.
hotta.spittal@aon.at

Von Ing. Kurt Lampl aus 8412%20Allerheiligen

Danke, liebe Redaktion, für den ausführlichen Artikel über Pater Maximilian Kolbe, der gerade jetzt in diesen Tagen vor 75 Jahren mit neun anderen Schicksalsgenossen im berüchtigten Hungerbunker von Ausschwitz wochenlang ohne ESssen eingesperrt wa und am 14. August 1941 durch eine Giftspritze getötet wurde, um Platz für neue Todeskandidaten zu machen.
Was mich beim JA- Bericht über diesen in Polen und Japan medientechnisch fortschrittlichsten Missionar am meisten freute, war die Notiz, dass der stellvertretend Gerettete, Gajownicek, nach dem Krieg von Euch nach Mariazell eingeladen worden ist. Danke!

Von Kurt Lampl aus 8412%20Allerheiligen%20322

Betr: Nagel ohne Kopf

Leitartikel sollen oder wollen gezielt den „Nagel auf den Kopf“ treffen.
Das eigene Kirchenoberhaupt zu kritisieren soll JA auch erlaubt sein.
Weder hat Jesus Jerusalem erobert, noch Petrus Rom. Mohammed Mekka schon.
Und seine Nachfolger haben mit dem Schwert missioniert, nicht mit Predigten.

Aber man sollte mit Papst Franziskus nicht vergessen, dass die Kirche
ihre programmatische Gewaltlosigkeit und Kriegsdienstverweigerung
im 5. Jahrhundert aufgab. Nach der sogenannten Konstantinische Wende,
als sie im Römischen Reich europäische Staatskirche geworden war.
Auf einmal war der neutrale universelle Lehr- und Taufbefehl Christi
(Mt28,16,Mk16,15) nicht mehr im Vordergrund.

Mit Bischof Ambrosius von Mailand und anderen wurde
auch die militärische Ausbreitung des Christentums gut geheißen.
(Da angeblich die Zeit bis zur Wiederkunft Christi drängte.)

Zum Beispiel hat man das Wört vom Zwingen oder Nötigen, bei Lk14,23
„damit mein Haus gesteckt voll werde“ gerne missbraucht.
Papst Franziskus hat immer Nägel mit Köpfen gemacht. Wir, JA leider, nicht.

Von Leo Summer aus Hirtenberg

Nur eine Frage zum faktischen Hintergrund der Vorbildfunktion der Skistars und zwar – mangels definitiven Wissens – in aller Vorsicht gestellt: Wieviele der österreichischen Skifahrer_innen zahlen ihre Steuern in Österreich? Gehörte das nicht auch zur „Vorbildfunktion“?

Von helmut Ottacher aus 9800Spittal/Dr

Zum Aufgang der Fastenzeit wird viel von Umkehr gesprochen. Einerlei, was Laienbewegungen, Priestervereinigungen, einzelne Bischöfe und Memoranden durch Theologen bislang begründet einforderten, die römische Kirchenleitung fühlte sich nicht angesprochen. So wie Intellektuelle aus allen Gesellschaftsschichten via Printmedien Österreich zum Aufbruch mahnen, erwarte ich vom Jahr der Barmherzigkeit, dass es in der Kirche zu Umkehr und Aufbruch genützt wird.

Von Fini Heninger

Liebes „ja-Team“ ; Gratuliere zu der wirklich tollen und sehr übersichtlich gestalteten Homepage.

Aber auch für die immer
sehr guten und aktuellen Informationen.!!! DANKE !

Alles Gute für für die Zukunft.

Von helmut Ottacher aus 9800Spittal/Dr

Gratulation dem Webmaster! Die neue Gestaltung der Aufmachung halte ich für sehr gelungen, ich bin kein Profi im Umgang mit Medien, aber bei JA werde ich mich bald heimisch fühlen. Danke!
LG H. Ottacher

Von Helmut Ottacher aus 9800Spittal/Dr.

Leitartikel: Sprachlos
Der aktuell diskutierte Entwurf für ein neues Forstpflanzungsmedizingesetz spaltet Bevölkerung und PolitikerInnen gleichermaßen. Die Reaktionen auf die eindeutigen Stellungnahmen durch Bischöfe und kirchliche Organisationen zeigen, dass das Wort der r.k. Kirche an Gewicht verloren hat. Selbst Beschlüsse der Bischofskonferenzen werden in der Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen. In der Vergangenheit haben die Bischöfe Aktionen der Basis (Kirchenvolksbegehren, Wir sind Kirche, Pfarrerinitiative, Laieninitiative u.a.) und Reformvorbringen stets zurückgewiesen. Könnte es sein, dass Ihnen ob dieser Haltung jetzt der Wind ins Gesicht bläßt und Ihre Mahnworte vom Volk immer weniger angenommen werden?

Von Max Watzenböck aus 4840Vöcklabruck

Mißbrauch
Täter werden nicht bestraft, sondern nur versetzt und Opfer nicht entschädigt: Nach Ansicht des UN-Ausschusses gegen Folter hat der Vatikan gegen das Völkerrecht verstoßen. Das ist das Ergebnis einer vierwöchigen Untersuchung, deren Bilanz jetzt vorgestellt wurde.
Claudio Großman ist um Normalität bemüht. Der Vorsitzende des UN-Ausschusses gegen Folter – er kommt aus Chile – lässt sich einfach nicht provozieren. Und das, obwohl der Genfer Nuntius schon vor der offiziellen Veröffentlichung des UN-Berichts eine Pressemitteilung verteilen lässt. Von grundsätzlich fehlerhaften Annahmen ist da die Rede, die irreführend und widersinnig seien. Doch Großman lächelt die Kritik einfach weg.
„Im Kern – ich meine, ich habe das auch gerade erst bekommen – aber im Kern, da sind wir doch einer Meinung. Hier steht: Der Heilige Stuhl verurteilt sexuellen Missbrauch als ernstes Verbrechen und eine schwere Verletzung der Menschenwürde. Und das ist ja auch nicht überraschend, das Christentum hat schließlich maßgeblich zu unserem Verständnis von Menschenwürde und Menschenrechten beigetragen. Da gibt es also gar keinen Disput.“
Doch abseits dieses Kerns hört die Einigkeit schnell auf – das weiß auch Großman. Vier Wochen lang haben er und neun weitere Juristen, die gemeinsam den UN-Ausschuss gegen Folter bilden, den Bericht des Vatikans geprüft, der mit neun Jahren Verspätung eingereicht wurde. Zwei Tage lang hörten sie den Genfer Nuntius an, dazu Unterstützer und Kritiker des Vatikans. Jetzt haben sie ihre Bilanz vorgelegt, und die fällt nicht gut aus. Im Mittelpunkt steht erneut der Missbrauchsskandal durch Geistliche: beim Umgang damit bescheinigen die Menschenrechtler um Großman dem Vatikan erhebliche Mängel.
„Worum es uns geht, ist die Verantwortung des Staates, also des Vatikans, anstelle des einzelnen Täters. Und diese Verantwortung beginnt dann, wenn es keine effektive Verhütung von Missbrauch gibt oder wenn Missbrauchsfälle nicht verfolgt oder bestraft werden.“
Nach Ansicht des UN-Ausschusses hat der Vatikan sich genau dieser Verstöße gegen das Völkerrecht schuldig gemacht: Überführte Priester seien zum Teil einfach in andere Diözesen versetzt worden, auch über Staatsgrenzen hinweg, um die Strafverfolgung zu behindern. Auch seien Strafverfolgungsbehörden oft unzureichend über Missbrauchsfälle in der Kirche informiert worden. Bis heute warteten viele Opfer zudem auf Anerkennung oder angemessene Entschädigung, sagt die Vizechefin des Ausschusses, Felice Gaer.
„Uns wurde vom Heiligen Stuhl mitgeteilt, dass zwischen 2004 und 2013 etwa 3500 Missbrauchsfälle verfolgt wurden. Gut ein Viertel der Täter wurde des Amtes enthoben, der Rest auf andere Weise bestraft. Aber wie viele Opfer es gegeben hat, das wissen wir bis heute nicht.“
Die Forderung nach ausführlicheren Daten will Rom jetzt prüfen, ebenso wie andere Kritikpunkte. Doch der Vatikan wirft dem Ausschuss seinerseits grundsätzliche Fehler vor: Die Diskussion über sexuellen Missbrauch habe im Ausschuss gegen Folter schlicht nichts zu suchen, sagte der päpstliche Gesandte Silvano Tomasi nach seiner Anhörung Anfang des Monats:
„Der Ausschuss hat mir eine Menge Fragen zum sexuellen Missbrauch von Kindern durch Geistliche gestellt. Angeblich sollen diese Vorfälle unter die Konvention gegen Folter fallen. Ich hoffe doch sehr, dass dieses Thema bei anderen Staaten eine gleich große Rolle spielt, wenn man sich ansieht, wie weit verbreitet Kindesmissbrauch ist: die WHO geht davon aus, dass jede fünfte Frau und fünf bis zehn Prozent der Männer Opfer von Kindesmissbrauch geworden sind.“
Von einer Kampagne gegen die katholische Kirche sprechen Unterstützer des Vatikans. Schriftlich nennt der Vatikan die Unterstellung falsch, dass Missbrauch von Kindern Folter oder eine auch von der Konvention verfolgte grausame, menschenverachtende oder entwürdigende Bestrafung darstellt. Ein Punkt, dem der UN-Ausschuss vehement widerspricht: dies müsse im Einzelfall geklärt werden. Doch für die meisten dieser Einzelfälle fühlt Erzbischof Tomasi sich ohnehin nicht zuständig.
„Wenn der Heilige Stuhl für die Einhaltung der Konvention für jeden Katholiken überall auf der Welt verantwortlich wäre, dann würden wir ganz schnell einen der grundlegendsten Pfeiler des Völkerrechts verletzen: Die Souveränität von Staaten über ihr Territorium und die Menschen, die dort leben.“
Die völkerrechtliche Verpflichtung aus der Konvention gegen Folter gelte deshalb nur für den Vatikanstaat und seine gut 800 Bewohner, so Tomasi. Der UN-Ausschuss dagegen sieht eine Verantwortung des Kirchenstaats weit über dessen Grenzen hinaus, bekräftigt die Vizevorsitzende des Ausschusses, Felice Gaer.
„Natürlich sagen wir nicht, dass der Heilige Stuhl für das Handeln jedes einzelnen Gläubigen verantwortlich ist. Aber die konkreten Fälle, die wir untersucht und kritisiert haben, scheinen doch zu belegen, dass der Heilige Stuhl weit über die Grenzen der Vatikanstadt hinaus Kontrolle ausübt.“
Nicht zuletzt die vom Vatikan selbst eingestandene Tatsache, des Missbrauchs überführte Geistliche bestraft zu haben, zeige, dass der Heilige Stuhl direkten Durchgriff bis weit nach unten in der katholischen Hierarchie habe – und damit Verantwortung übernehmen müsse. Der Prinzipienstreit könnte schwerwiegende Folgen haben – etwa dann, wenn es um Entschädigungen geht. Deshalb ist mit einer Verständigung in dieser Frage kaum zu rechnen – auch wenn der Ausschuss es nicht versäumte, Papst Franziskus für seine Reformbemühungen ausdrücklich zu loben.

Von Helmut Ottacher aus 9800Spittal/Dr

Leitartikel vom 18.ds.
Im Judentum waren es die Rabbinen, die die Weiterentwicklung und Anpassung der Lehre an die sich stetig ändernden Zeiten auf den Weg brachten.
Es läßt hoffen, wenn in diesen Tagen zwei Kardinäle, W. Kasper und L. Baldisseri, sich für die notwendige Aktualisierung der r. k. Kirchenlehre zur Ehe einsetzen.

Von Gerda Angele aus 6300Wörgl

Leitartikel von P. Udo
Danke für den prima Leitartikel, der wieder einmal aufgezeigt hat, was verkehrt läuft in der Kirche. Und daß ein neuer Erzbischof durchaus eine sehr hinterfragenswerte These gleich am Anfang seiner Amtszeit unters Volk bringt.
Ich bin nicht unbedingt fürs Frauenpriestertum, aber so plakativ wie Dr. Lackner kann man das nicht sagen. Schließlich sollte man dem Heiligen Geist auch von Raum geben bei solchen Entscheidungen.

Von Elfriede Monihart aus 3830WaidhofenanderThaya

Bischof Kurt Krenn
„Chapeau“ für die Abschiedworte von Dr. Franz Schmatz!