JA-Chefredakteur P. Mag. Dr. Udo Fischer OSB

Pater Udo FischerMag. Dr. Udo (Eduard) Fischer, geboren 1952, stammt aus Wienerherberg (bei Schwechat). 1974 trat er in das Stift Göttweig ein. Nach dem Theologiestudium an der Universität Wien und der Priesterweihe (1977) war er zunächst in Pfaffendorf und Obernalb (ED Wien) tätig, ehe er 1981 zum Pfarrer von Paudorf-Göttweig bestellt wurde.

Seit 1968 ist P. Udo auch als kirchlicher Redakteur tätig. „JA – die neue Kirchenzeitung“ wurde 1996 von ihm zusammen mit Univ.-Doz. Dr. Franz Schmatz gegründet. Damit fügte er zu den zehn katholischen Kirchenzeitungen Österreichs nicht einfach nur eine weitere hinzu, sondern eine – und bisher die einzige – die nicht von einer Diözese, sondern von engagierten Christen herausgegeben wird.

Er ist Autor der beiden Bücher „Herr Bischof, es reicht!“ (1993) und „Linker Jesus – rechte Kirche“ (1994). Seiner besonderen Neigung folgend, aber auch mit fundiertem Wissen hat P. Udo immer wieder historische Forschungen betrieben und auch mehrere Publikationen herausgegeben.

Im Zuge der Kirchenkrise wegen der Vorwürfe gegen Kardinal Groer ist „Udo der Streitbare“, wie er vielfach von Freunden genannt wird, als Stimme der Groer-Opfer in die Öffentlichkeit getreten. Am 17. Feber 1998 wurde er deshalb von Bischof Kurt Krenn als Pfarrer von Paudorf-Göttweig abgesetzt, obwohl er sich keinerlei Amtsverfehlungen zuschulde kommen lassen hatte. Am 18. März 1998 wurde er von Abt Dr. Clemens Lashofer dem Diözesanbischof neuerlich als sein eigener Nachfolger vorgeschlagen und blieb somit im Amt. Eine Antwort des Bischofs ist nie eingetroffen.
Bischof Klaus Küng, seit 28. November 2004 neuer Oberhirte der Diözese St. Pölten sagte in einem Gespräch mit P. Udo dessen Wiedereinsetzung zu. Mit dem bischöflichen Dekret vom 21.Februar 2005 wurde P. Udo offiziell wieder zum Pfarrer von Paudorf-Göttweig ernannt.