Erzdiözese Wien: Keine Pfarren mehr unter 4000 KatholikenDie Erzdiözese Wien nimmt unbeirrt den nächsten Schritt auf ihrem „Reformweg“. |
In den USA wird Mädchen das Ministrieren wieder verbotenDurch den restriktiven Kurs der Kirche fühlen sich in den USA immer mehr Pfarrer ermutigt, Ministrantinnen wieder auszuschalten. Über einen Fall berichtete „The Washington Post“ in großer Aufmachung.Michael Taylor, Pfarrer von „Corpus Christi“ in South Riding (Diözese Arlington) hat im Pfarrblatt das Ende der Aufnahme von Ministrantinnen bekanntgegeben. Dutzende Familien protestierten daraufhin und gaben die Absicht bekannt, ihre Pfarre zu verlassen. Paul Loverde, Bischof von Arlington, hatte es 2006 den Pfarrern freigestellt, auch Mädchen am Altar dienen zu lassen. In 60 Prozent der Pfarren dieser Diözese ist dies aber weiterhin verboten. ![]() Reverend Michael Taylor. Manche Diözesen vertreten weiterhin eine „boys-only-Politik“. Zuletzt haben die Diözesen Lincoln (Nebraska) und Phönix (Arizona) ein Ministrantinnenverbot erlassen. Die neue Jugendseelsorge soll „weg vom Zeitgeist“ und „hin zu Berufungen“ orientiert werden. Viele Pfarrer teilen Taylors Meinung, dass das Ministrieren Buben vorbehalten werden müsse, da nur sie Priester werden könnten. In der Pfarre „Corpus Christi“ dürfen die bisherigen Ministrantinnen zwar weiter dienen, sie müssen jedoch andere Kleider anziehen als Buben. Die von Jesuiten herausgege-bene Wochenzeitung „America“ hat bereits im Oktober 2011 eine Kampagne zur Rettung der 1994 vom Vatikan offiziell erlaubten Ministrantinnen in den USA initiiert: „Save the altar girls“. In Deutschland gibt es mehr als 400.000 Ministranten, in Österreich schätzungsweise 50.000. Etwa die Hälfte von ihnen sind Mädchen. |
Österreichische Parlamentarierin Hildegard Burjan wird am kommenden Sonntag seliggesprochenMit Hildegard Burjan wird am 29. Jänner erstmals eine Parlamentarierin zur Ehre der Altäre erhoben. Es ist gleichzeitig die erste Seligsprechung im Wiener Stephansdom. Der Festgottesdienst wird auf ORF III und ORF Wien Regional live übertragen.![]() Hildegard Burjan. Burjan gehörte von 1919 bis 1920 als einzige weibliche Abgeordnete der Christlich-Sozialen Partei dem Parlament an. In ihrer knapp zweijährigen parlamentarischen Tätigkeit setzte sie zahlreiche soziale Initiativen, zum Teil auch über Parteigrenzen hinweg. Hildegard Burjan ist „weltweit die erste demokratische Politikerin, die von der katholischen Kirche zur Ehre der Altäre erhoben wird“. Das betonte Kardinal Christoph Schönborn am 17. Jänner bei einer Festveranstaltung der ÖVP im Parlament anlässlich der bevorstehenden Seligsprechung dieser „großartigen und echten Christin“. Sie sei damit der Beweis, „dass es möglich ist, in der Politik heilig zu werden“. Und das „als Österreicherin, das sei allen Skeptikern gesagt“, so der Kardinal im Nachsatz. Auf die eingangs vom einladenden ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf aufgeworfene Frage, „wie man heilig werden kann“, antwortete der Wiener Erzbischof mit Verweis auf das Vorbild von Hildegard Burjan: Entscheidend sei die „Glaubwürdigkeit“, die sich in der „Deckungsgleichheit von Glauben und Leben“ zeige. Heilige seien zudem „praktisch“ in dem Sinn, dass sie voll im Leben stünden. „Nicht wegschauen, sondern hinschauen“ sei die Haltung, die auch für Burjan typisch war. Schließlich gehe es darum „an der Liebe Christi Maß zu nehmen“. Die für Burjan so maßgebliche „soziale Liebe“ habe sich in ihrer „Zuwendung, Sympathie, Empathie und Tat“ gezeigt. „Vorreiterin, Pionierin und Visionärin“ Die bleibende Bedeutung Burjans für eine christlich inspirierte Sozialpolitik stand im Zentrum mehrerer Ansprachen im Rahmen der Festsitzung des ÖVP-Parlamentsklubs. Laut Vizekanzler Michael Spindelegger könne die ÖVP „stolz“ auf die christlichsoziale Parlamentarierin Hildegard Burjan sein, die er als „Vorreiterin, Pionierin und Visionärin“ sowie als „außergewöhnliche Frau“ und „große Österreicherin“ würdigte. Burjan sei auch heute ein Vorbild für eine „wertorientierte Politik“, die im Widerspruch zu „Populismus oder völliger Beliebigkeit“ steht. Als konkretes Beispiel dafür nannte der Bundesparteiobmann das Thema Euthanasie, wo es absolute Grenzen zu wahren gelte. |
Mit „voluntaris“ zu Freiwilligeneinsätzen in aller WeltSeit
kurzem gibt es mit „voluntaris“ eine neue Plattform für
Freiwilligeneinsätze in den Ländern des „Südens“, aber auch in
Osteuropa. |
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