Inhalt der gedruckten Ausgabe 42/2015

Leitartikel

Außenseiter

Zum Sonntag

Schrifttexte

Gedanken zum Sonntag

Eleonore Rosenberg
Studienrätin i.R.
Heilbronn, Deutschland

Information

Papst eröffnet Bischofssynode mit Appell zur Barmherzigkeit

Papst Franziskus hat die Weltbischofssynode über Ehe und Familie mit einem Appell zur Barmherzigkeit und einem Bekenntnis zur Unauf­lös­lichkeit der Ehe eröffnet.

Synode: 13 Sprachzirkel, Schönborn moderiert den deutschen

In den 13 Sprachzirkeln der im Vatikan tagenden Bischofssynode zu Ehe und Familie geben sowohl konservative als auch reformfreudige Bischöfe und Kardinäle den Ton an. Moderatoren und Berichterstatter wurden vom jeweiligen Zirkel gewählt.

Die erste Synodenwoche

Salzburg: Erwin-Kräutler-Preis an junge Theologin aus Brasilien

Die 29-jährige  Theologin Eneida Jacobsen aus Brasilien ist mit dem „Erwin-Kräutler-Preis für kontextuelle Theo-logie und interreligiösen Dialog“ ausgezeichnet worden.

Mordanschlag auf Friedensstifter

Erst vor kurzem  zeichneten die Vereinten Nationen Pfarrer Nico­las Guérékoyamé-Gban­gou, Präsident der Evangelischen Allianz in der ZAR, in Genf mit einem Menschen­rechtspreis aus. Vor wenigen Tagen wurde auf den Friedensstifter ein Mordversuch verübt.

Online-Beratung der Telefonseelsorge legt in diesem Jahr stark zu

Neben der klassischen Telefonseelsorge wird die Online-Beratung immer wichtiger. Sie verzeichnet einen starken Zuwachs, wie die Diözese St. Pölten in einer Aussendung mitteilte.

Großdruck Lukas-Evangelium

Beim Bibelwerk Linz ist eine Großdruckausgabe des Lukasevangeliums „Mit Jesus un­ter­wegs. Das Lukasevan­ge­lium“  erschienen.

Schönborn-Gruppe für positivere Sicht auf Gesellschaft

Die von Kardinal Christoph Schönborn moderierten Bischöfe haben bei der Weltbischofssynode im Vatikan eine positivere Sicht der katholischen Kirche auf die moderne Gesellschaft gefordert.

Elbs plädiert für Dezentralisierung und mehr Verantwortung für Ortskirche

Der Feldkircher Bischof Ben­no Elbs, der derzeit an der Familiensynode im Vatikan teilnimmt, plädiert in einem Interview mit „Radio Vatikan“ für mehr Verantwortung für die Ortskirche. Die Kirche brauche eine „heilsame Dezentralisierung“, um Lö­­­sungen für die vielfältigen Probleme der Weltkirche zu finden.

Gebetsinitiative: „Adopt a bishop“

Wer einen Teilnehmer der gerade im Vatikan tagenden Fami­lien­­synode mit regelmäßigen Gebeten unterstützen möchte, kann das im Rahmen der Gebetsinitiative „adopt a bishop“ tun.

Spaltung: nur eine „Inszenierung der Medien“ oder doch reale Gefahr?

Der Vorsitzende der Deutschen Bi­schofskonferenz, Kardinal Rein­hard Marx, hat Spekulationen über eine angebliche Spaltung der Bischofssynode über die Familie in ein konservatives und ein progressives Lager zurückgewiesen.

Schwarz: Flüchtlinge werden Österreich langfristig verändern

Für einen „ehrlichen, kompetenten Dialog“ mit dem Islam hat sich angesichts des hohen Anteils von Muslimen an den Flüchtlingen der Kärntner Bischof Alois Schwarz ausgesprochen.

In Flüchtlingen Jesus sehen

Einen neuen Blick auf die Flüchtlingsbewegungen hat der neue Generalsekretär der Österreichischen Superiorenkonferenz, Pater Franz Helm, gefordert.

Syrien: Örtliche Bischöfe unterstützen russische Luftschläge

Es sei Sache der Syrer, zu entscheiden, ob Präsident Bashar Al-Assad gehen soll. Kei­nesfalls komme das den IS-Terroristen oder den westlichen Regierungen zu.

Vatikan-Prälat nach Outing als praktizierender Homosexueller sofort suspendiert

Der 43-jährige polnische Prälat  Krzysztof Olaf Charamsa, ein Mitarbeiter der vatikanischen Glaubenskongregation, hat sich unmittelbar vor Beginn der Familiensynode als praktizierender Homosexueller geoutet.

Nach Blasphemie-Vorwurf: Pakistanischer Christ in Todesgefahr

Der pakistanische Christ Pervaiz Masih ist seit dem 2. September  in Haft. Ihm wird ein Verstoß gegen den Paragraphen 295 C (Blasphemie/Gotteslästerung) des pakistanischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Im Falle eines Schuldspruchs droht ihm die Todesstrafe.

„Klimapilger“ starten vom Wiener Stephansplatz Richtung Paris

Als starkes gemeinsames Zeichen der christlichen Kirchen der Solidarität mit den am meisten vom Klimawandel betroffenen Menschen gilt der „ökumenische Pilgerweg für Klimagerech­tigkeit“, dessen österreichische Etappe am 17. Oktober am Wie­ner Ste­phans­platz startet. Vertreter verschiedener Konfes­sio­nen legen die Strecke bis Salzburg in 22 Tagesetappen zu Fuß zurück.

Österreichs erstes Kirchenvolksdekret

Im Rahmen eines monatlichen Arbeitskreises der Pfarre St.Marien in Amstetten haben vier Frauen und vier Männer, moderiert von Ger­hard Malleck, von 2012 bis 2015 das erste Kirchenvolksdekret Österreichs mit dem Titel „Christ sein“ geschrieben.

Leitartikel

Außenseiter

In der ersten Synodenwoche haben deren „Väter“ messerscharf analysiert und die Einleitungskapitel des Arbeitspapiers für nicht gelungen empfunden. So übte etwa die erste der beiden spanischen Sprachgruppen mit Blick auf viele zerbrochene Familien Selbstkritik an der Kirche. Es genüge nicht, äußeren gesellschaftlichen Einflüssen die Schuld an der Krise zuzuweisen: „Wir haben in der christlichen Bildung und in der Erziehung zum Glauben versagt.“
Die vierte der englischen Gruppen ist bei der Suche der wahren Schuldigen an der Ehe- und Familien-Misere fündig geworden: „Am Anfang des Arbeitspapiers müsse die Schuld der Priester stehen, die das Familienleben untergraben haben.“ Eben, wer denn sonst?
Kardinal Reinhard Marx wieder hat der erstaunten katholischen Weltöffentlichkeit kundgetan, er könne sich auch ein Stimmrecht für Laien in der Bischofssynode vorstellen. Das Thema spiele bei der derzeit laufenden Synode im Vatikan zwar „noch keine Rolle“, er halte es aber für notwendig, in Zukunft daran zu arbeiten.
Die derzeit laufende Synode beschäftigt sich bekanntlich mit Ehe und Familien – also  mit Themen, bei denen Laien völlig inkompetent sind und die Priester alles vermurkst haben.
Beide Gruppen nur lästige „Außenseiter“ der Kirche?
Bleibt manchen „Vätern“ nur, sich beim Verlassen der Synodenaula die Hände zu waschen. In Unschuld selbstverständlich.

P. Udo

 

 

Schrifttexte

Erste Lesung:   Jes 53, 10-11

Er gab sein Leben als Sühnopfer hin; er wird Nachkommen sehen und lange leben

Der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen Knecht, er rettete den, der sein Leben als Sühnopfer hingab. Er wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen. Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich an Erkenntnis. Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.

Zweite Lesung:   Hebr 4, 14-16

Lasst uns voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade

Schwestern und Brüder!
Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten. Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat. Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

Evangelium:   Mk 10, 35-45

Der Menschensohn ist gekommen, um sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele

In jener Zeit traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

 

Gedanken zum Sonntag

Eleonore Rosenberg Studienrätin i.R. Heilbronn, Deutschland

Eleonore Rosenberg
Studienrätin i.R.
Heilbronn, Deutschland

Leider eine wahre Geschichte

Ein jüngerer Priester möchte in einem Pfarrhof des Pfarrverbandes eine Wohnung für mehr als ein Jahr reservieren. Er will sich überlegen, ob er dort hin übersiedeln will oder doch lieber in eine andere Wohnung. Er fragt den zuständigen Pfarrer danach. Dieser verlangt von ihm eine schnelle Entscheidung angesichts der dringenden Wohnungsnachfrage für Flüchtlinge. Er meint allen Ernstes: „Das wäre ja noch schöner, wenn ein Flüchtling mehr zählen würde als ein römisch katholischer Priester“.
Natürlich bekommt er weder Reservierung noch Wohnung.
Gott sei Dank gibt es nicht viele Priester von dieser Sorte. Gott sei Dank gibt es Pfarrer mit Herz und Hirn, die richtige Entscheidungen treffen.
Immer wieder kommt bei Pfarrfesten die Versuchung auf, für die Ehrengäste vielleicht doch ein besseres Essen zu organisieren, obwohl alle Arbeitenden das bestmögliche für alle zubereiten. Aber wenigstens bessere Tischdecken oder Servietten, edleres Besteck oder elegantere Gläser könnten eingestellt werden. Ja und Nein, es bleibt ein großes Fragen nach dem Warum.
Diese Beispiele sind für die Kirchenzeitung. Viele andere fände man aus dem gesellschaftlichen Bereich. Immer wieder meinen Menschen, dass sie besser wären als andere. Wir können das gern akzeptieren, wenn sie mehr als andere den Anweisungen Jesu Folge leisten: sie dienen den anderen mehr, sie missbrauchen ihre Macht nicht, sie verlangen nicht den ersten Platz,…

 

Information

Papst eröffnet Bischofssynode mit Appell zur Barmherzigkeit

Papst Franziskus hat die Weltbischofssynode über Ehe und Familie mit einem Appell zur Barmherzigkeit und einem Bekenntnis zur Unauf­lös­lichkeit der Ehe eröffnet.

Papst Franziskus

Die Kirche dürfe nicht „mit dem Finger auf die anderen“ zeigen, um sie zu verurteilen, sagte Franziskus am Sonntag, 4. Oktober, beim Eröffnungsgottesdienst im Petersdom. Sie sei verpflichtet, „die verletzten Paare zu suchen und mit dem Öl und der Aufnahme der Barmherzigkeit zu pflegen“. Sie müsse dabei die „Grundwerte“ lehren und verteidigen, ohne zu vergessen, dass die Gesetze immer nur für den Menschen da sind. Christus rufe die Gläubigen auf, jede Form des Individualismus und des Legalismus zu überwinden. Der Papst kritisierte zugleich den wachsenden Bedeutungsverlust der Familie, vor allem in westlichen Gesellschaften.

Warnung vor Rigorismus
Wenige Stunden vorher, am Samstagabend, hat Franziskus auf dem Petersplatz in Rom die Kirche vor moralischem Rigorismus gewarnt: „Wenn wir nicht verstehen, die Gerechtigkeit mit dem Mitleid zu verbinden, werden wir schließlich unnötig streng und zutiefst ungerecht sein.“

Schönborn-Gruppe für positivere Sicht auf Gesellschaft

Die von Kardinal Christoph Schönborn moderierten Bischöfe haben bei der Weltbischofssynode im Vatikan eine positivere Sicht der katholischen Kirche auf die moderne Gesellschaft gefordert.

Kardinal Christoph Schönborn.

Kardinal Christoph Schönborn.

Man dürfe nicht „zu sehr in eine Überbewertung der eher pessimistischen Wahrnehmung unserer Gesellschaft verfallen“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme der deutschsprachigen Gruppe der Bischofssynode. Die „positiven Zeichen der Zeit“, kritisiert das Papier, würden im ersten Kapitel des Arbeitspapiers der Bischofssynode „nur wenig“ gewürdigt.

„Ein äußerst mühsamer Weg“
Kardinal Christoph Schönborn hat die Wortmeldungen bei der Bischofssynode seit deren Start am Montag als ein Meinungsspektrum zur Familiensituation mit „ganz großen Unterschieden“ charakterisiert. Es zeige sich deshalb, dass die Synode „ein äußerst mühsamer Weg“ werden dürfte. Zugleich zeigte er sich aber über den bisherigen Verlauf der Synode mit vielen offenen Diskussionsmöglichkeiten sehr zufrieden.

„Noch keine Fetzen geflogen“
Gegenüber der deutschen Redaktion von Radio Vatikan meinte der Kardinal, dass ihm die deutschsprachige Kleingruppe kulturell fast ein bisschen zu homogen sei, da alle Vertreter aus Mitteleuropa kommen würden. „Die Fetzen sind jedenfalls noch nicht geflogen“, wie dies manche Beobachter aufgrund der Zusammensetzung der Gruppe vermutet hätten. Das liege freilich wohl auch daran, dass es in der ersten Woche der Synode vor allem um den „gemeinsamen Blick auf die Realität geht, in der wir leben“. Und diesbezüglich bestehe sehr viel Einmütigkeit. In der zweiten und dritten Synodenwoche, wenn es um die kirchliche Lehre und die Seelsorge geht, werde die Debatte wohl sicher spannungsreicher verlaufen.

Schwarz: Flüchtlinge werden Österreich langfristig verändern

Für einen „ehrlichen, kompetenten Dialog“ mit dem Islam hat sich angesichts des hohen Anteils von Muslimen an den Flüchtlingen der Kärntner Bischof Alois Schwarz ausgesprochen.

Bischof Alois Schwarz.

Bischof Alois Schwarz.

Wer vor Krieg und Verfolgung flüchte, brauche „uneingeschränkt unsere Hilfe, und zwar unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion, denn Menschenwürde ist unteilbar“, versicherte der Diözesanbischof am 7. Oktober beim „Tag der Begegnung“ der Islamischen Religionsgemeinde in Kärnten im Klagenfurter Konzerthaus. Dennoch dürfe bei der Integration von Flüchtlingen das Thema Religion nicht ausgeblendet werden, demokratische Grundwerte müssten vermittelt werden.

Demokratie nicht verhandelbar
Österreich werde durch die Flüchtlinge aus muslimisch geprägten Staaten langfristig verändert, betonte Schwarz. Wichtig sei deshalb einerseits die Pflege eines Dialogs zwischen Christentum und Islam, der nicht nur Übereinstimmungen betone, sondern auch grundlegende Unterschiede benenne. Diese zu verschweigen oder im Sinne einer falsch verstandenen Toleranz „unter den Tisch zu kehren“ sei für ein respekt- und friedvolles Zusammenleben „weder hilfreich noch zielführend“. Gleichzeitig müssten die Asylsuchenden darüber informiert werden, „dass in Österreich Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung über der Heiligen Schrift, dem Koran und der Thora stehen und ausnahmslos für alle gelten“.

Konzepte der Werte-Vermittlung fehlen
Grundwerte der Demokratie wie etwa Religions- und Meinungsfreiheit, die Gleichheit von Mann und Frau, die Freiheit des Individuums oder der Respekt vor Andersdenkenden und Andersgläubigen seien „unverrückbar“ und „nicht verhandelbar“, erklärte der Kärntner Bischof. Von Beginn an müssten diese Werte „auch jenen Menschen vermittelt werden, die bei uns eine neue Heimat suchen“, wofür laut Schwarz „Konzepte und klare Richtlinien“ zu erstellen seien, da es diese derzeit noch nicht gebe.

„Klimapilger“ starten vom Wiener Stephansplatz Richtung Paris

Als starkes gemeinsames Zeichen der christlichen Kirchen der Solidarität mit den am meisten vom Klimawandel betroffenen Menschen gilt der „ökumenische Pilgerweg für Klimagerech­tigkeit“, dessen österreichische Etappe am 17. Oktober am Wie­ner Ste­phans­platz startet. Vertreter verschiedener Konfes­sio­nen legen die Strecke bis Salzburg in 22 Tagesetappen zu Fuß zurück.

Auf der rund 370 Kilometer langen Fußstrecke wird eine „Kerngruppe“ von Pilgern unterwegs sein, wobei alle Interessierten an Tagesetappen oder einzelnen regionalen Veranstaltungen am Weg teilnehmen können. Der Weg verläuft über St. Pölten, Melk, Maria Taferl, Bad Kreuzen, Mauthausen, Linz, Ottensheim, Wels, Lambach, Vöcklabruck, Michaelbeuern und Salzburg, wo beim Endpunkt in der Pfarre Itzling am 8. November um 15:30 Uhr eine Delegation zur internationalen Pilger-Zusammenkunft am 28. November vor dem Pariser Klimagipfel entsandt wird.
Das Ziel tausender „Klimapilger“ weltweit ist Paris, wo Anfang Dezember ein weltweites Klimaabkommen beschlossen wird. Mit Appellen an politische Entscheidungsträger wollen die Kirchen auf dem Weg den Druck auf einen die Erderwärmung aufhaltenden und sozial gerechten Vertrag erhöhen.

Klimapilgerweg

Klimapilgern: Eine Etappe wird auch die Pfarre Sindelburg sein; Pfarrer Manfred Heiderer, seine Ministranten sowie der Mitorganisator Axel Isenbart freuen sich über viele Mitgeher/innen, um so ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen.
Foto: Wolfgang Zarl.

Die katholische Kirche unterstützt die Klimaziele, wonach die Industrieländer ihre Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Wert von 1990 senken – sowie um mindestens 55 Prozent bis 2030 und um mindestens 80 Prozent im Jahr 2050, erklärte Österreichs „Umweltbischof“ Alois Schwarz.
Infos: www.klimapilgern.at.