Inhalt der gedruckten Ausgabe 04/2017

Leitartikel

Als Neupriester noch Jugendliche waren

Zum Sonntag

Schrifttexte

Gedanken zum Sonntag

Ehrentraud Maria Schneider
Missionarin i.R.
Laxenburg

Information

2 Millionen Jugendliche besuchen Schulen des Jesuitenordens
Jeder zehnte Abgeordnete im US-Kongress ist Jesuitenschüler

Die im 16. Jahrhundert von  Ignatius von Loyola gegründete „Gesellschaft Jesu“ ist 2013 durch die erstmalige Wahl eines Ordensmitglieds, Kardinal Jorge Bergolio, zu Papst Franziskus in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Vatikan stellt barocke Kirche für Obdachlose zur Verfügung

Angesichts des Winterwetters hat der Vatikan eine Kirche im römischen Stadtteil Trastevere zur Schlafstätte für Obdachlose umfunktioniert. Seit einer Woche übernachten in San Calisto in Trastevere etwa 30 Wohnungslose.

Konservative Hardliner sind entsetzt: Müller kritisiert Brief der vier Kardinäle scharf

Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat das Vorgehen der vier Kardinäle scharf kritisiert, die von Papst Franziskus mehr Klarheit über den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen fordern.

Pfarrer Karl Schlögelhofer +

Der Stadtpfarrer von Haag, Mag. Karl Schlögelhofer ist am Morgen des 12. Jänner im 56. Lebensjahr plötzlich und unerwartet verstorben – offenkundig nach einer übergangenen Grippe.

Kälte: Caritas bittet um Unterstützung bei „Überlebenshilfe“

Die Caritas bittet um Unterstützung bei der „Überlebenshilfe“ für Kälte-Opfer in Österreich und Europa. Tragisch sei die Lage vor allem in Serbien, wo sich 7.000 Flüchtlinge aufhalten.

Malteser: Ordensführung widersetzt sich Auftrag des Papstes

Der Leiter der von Papst Franziskus angeordneten vatikanischen  Untersuchungskommission zum Malteserorden, Kurienerzbischof Silvano Tomasi, hat gegen Kritik von Großmeister Matthew Festing die klare Zuständigkeit des Papstes und des Vatikans für Personalentscheidungen des Ordens betont.

Kirchenstatistik: Mehr Priester, weniger Messbesucher

Die katholische Kirche in Österreich verzeichnet nach wie vor ein intensives Leben in den Pfarren und anderen kirchlichen Einrichtungen. Zugleich führen der gesellschaftliche Wandel und die demografische Entwicklung dazu, dass seelsorgliche Kennzahlen wie die Zahl der sonntäglichen Messbesucher oder die Zahl der Firmungen und Erstkommunionen zurückgehen.

Kirchenstatistik: 2016 leichter Rückgang bei Kirchenaustritten

Die Katholikenzahl in Österreich ist weitgehend stabil geblieben. Das ergeben die am Dienstag von den österreichischen Diözesen veröffentlichten Statistiken.  Demnach gibt es mit Stichtag 31. Dezember 2016  in Österreich 5,16 Millionen Katholiken, 2015 waren es 5,21 Millionen Katholiken. Das entspricht einem Rückgang von 0,99 Prozent.

Kirchenbeitragseinnahmen auf 445 Millionen Euro gestiegen

Die katholischen Diözesen in Österreich können für 2015 leichte Steigerungen beim Kirchenbeitragsaufkommen und insgesamt ausgeglichene Bilanzen verzeichnen. Das geht aus der österreichweiten kirchlichen Gebarungsübersicht hervor, die am 10. Jänner veröffentlicht wurde.

Zunehmende Christenverfolgung in Indien und Südostasien

Die Verfolgung der Christen weltweit hat nach Darstellung der international agierenden christlichen Organisation Open Doors, die 1955 von dem niederländischen baptistischen Pastor Andrew van der Bijl gegründet wurde, erneut stark zugenommen.

Ägyptens Regierung unterstützt Bau von großer koptischer Kirche

Bis zum Jahr 2018 soll bei Kairo eine neue große koptische Kirche entstehen. Es werde die größte Kirche Ägyptens sein, und der Bau werde auch vom ägyptischen Staat mitfinanziert, berichtete der vatikanische Missionsnachrichtendienst „Fides“.

Nationaler Kirchenrat der USA kritisiert Trumps Personal

Kurz vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am 20. Jänner kritisiert der Nationale Kirchenrat der USA (NCC) dessen Personalvorstellungen.

Papst ruft Jugendliche zu Mitsprache und Kritik auf

Papst Franziskus hat Jugendliche in einem persönlichen Brief zu mehr Mitsprache aufgerufen. Die Kirche wolle auf ihre Sensibilität und ihren Glauben, aber auch auf Zweifel und Kritik hören.

Weltgebetswoche auch in Rom im Zeichen von 500 Jahre Reformation

Von 18. bis 25. Jänner findet die „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ statt. Sie wird heuer auch in Rom im Zeichen von 500 Jahre Reformation stehen. Höhepunkt ist die Abschluss-Vesper mit Papst Franziskus in der Basilika St. Paul vor den Mauern am 25. Jänner.

Kopftuch-Debatte

Nachdem VP-Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) am 6. Jänner ein Kopftuchverbot für Beschäftigte im öffentlichen Dienst, also etwa für Lehrerinnen und Richterinnen gefordert hat, gab es kritische Stellungnahmen.

Papst gegen Abwerbung Andersgläubiger

Papst Franziskus hat einer gezielten Abwerbung von Gläubigen anderer Religionen erneut eine klare Absage erteilt.

Sternsingeraktion mit Besuch im EU-Parlament beendet

Bereits zum neunten Mal brachten Sternsinger ihren Segen ins Brüsseler Europaparlament.

Weltfriedenstag im Stephansdom: Kritik an „Wirtschaft, die tötet“

„Gerechtigkeit und Frieden gehören zusammen. Es gibt keinen dauerhaften Frieden ohne Gerechtigkeit“.

In Palermo wird eine Kirche zur Synagoge

Der Erzbischof der sizilianischen Hauptstadt Palermo, Corrado Lorefice, stellt der jüdischen Gemeinde auf deren Wunsch ein christliches Gebäude im früheren Ghetto zur Verfügung, wie Radio Vatikan berichtete. Die Umwidmung erfolgt aus Anlass des ökumenischen „Tags des Judentums“ (17. Jänner).

Student ceylonesischer Abstammung wird Chef des Cartellverbands

Der 24-jährige Betriebswirtschafts-Student Michael Jayasekara ist zum neuen Chef des 12.000 Mitglieder zählenden Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) gewählt worden.

Leitartikel

Als Neupriester noch Jugendliche waren

Die Meldung  „Mehr Priester, weniger Messbesucher“ ist nur zum  Teil überraschend. In der Diözese St. Pölten sind 2016 sieben Weltpriester gestorben, einer wurde neu geweiht. Anderswo ist es vermutlich ähnlich. Woher die wunderbare Vermehrung?
Der Sonntagsmessbesuch liegt in Österreich bei 12 Prozent. Seit Jahren spüren die Pfarren einen rasanten Rückgang: die Alten, die wegsterben, werden nur selten durch Junge ersetzt. Doch: Muss man sich wundern, dass die Jugend weithin ausbleibt?
Bei der Vorstellung der geplanten Jugend-Synode 2018 im Vatikan wurde klar, was für Rom Jugendliche sind: Menschen zwischen 16 und 29 Jahren.
Genau diesen Menschen fehlen in unseren Breiten gleichaltrige priesterliche Ansprechpartner. Bis vor einigen Jahrzehnten gab es wenige Spätberufene, die meisten Priester waren nach Matura und Theologiestudium bei ihrer Weihe etwa 25. Also Jugendliche nach heutiger Definition.
In der Diözese St. Pölten feierten im Vorjahr acht Weltpriester ihr Goldenes und vier ihr Diamantenes Priesterjubiläum. In 50 oder 60 Jahren wird niemand feiern. Der einzige neue Weltpriester 2016 war bei seiner Weihe 51.
Wenn in der Kirche über Zulassungsbedingungen zum Priesteramt diskutiert wird, geht es meist nur um die Person des Kandidaten, nicht um die Gemeinden. Das ist das wahre Problem.

P. Udo

 

 

Schrifttexte

Erste Lesung:   Jes 8, 23b – 9, 3

In Galiläa, dem Gebiet der Heiden, sieht das Volk ein helles Licht

Einst hat der Herr das Land Sebulon und das Land Naftali verachtet, aber später bringt er die Straße am Meer wieder zu Ehren, das Land jenseits des Jordan, das Gebiet der Heiden. Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.

 

Zweite Lesung:   1 Kor 1, 10-13.17

Seid alle einmütig, und duldet keine Spaltungen

Ich ermahne euch, Schwestern und Brüder, im Namen Jesu Christi, unseres Herrn: Seid alle einmütig, und duldet keine Spaltungen unter euch; seid ganz eines Sinnes und einer Meinung. Es wurde mir nämlich, meine Brüder, von den Leuten der Chloe berichtet, dass es Zank und Streit unter euch gibt. Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus – ich zu Apollos – ich zu Kephas – ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt? Wurde auch Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird.

 

Evangelium:   Mt 4, 12-23

Jesus verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, denn es sollte sich erfüllen, was durch Jesaja gesagt worden ist

Als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen. Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen ihre Netze in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

 

Gedanken zum Sonntag

Ehrentraud Maria Schneider
Missionarin i.R.
Laxenburg

Verkehrt herum

Dieser Sonntag fällt in die Weltgebetsoktav um die Einheit der Christen. Das Konzil sagt uns, dass die Einheit jeden von uns angeht. Ich erinnere mich an einen Auslandseinsatz in Mexiko Stadt in der deutschsprachigen katholischen Gemeinde. Im Haus neben unserem zog eine evangelische Pastorenfamilie ein. Unser Verhältnis mit diesen deutschen Nachbarn gestaltete sich sehr herzlich. Das zweite Kind dieser Familie war behindert. Als die Eltern eines Tages eine längere Autoreise machen mussten, vertrauten sie mir den kleinen Oliver an. Jede Nacht bekam Oliver Heimweh nach seiner Mutter und begann zu weinen. Ich nahm ihn aus dem Bettlein und schloss ihn fest in meine Arme bis er wieder einschlief. Nie drehte ich ein Licht auf. Eines Nachts, ich war sehr verschlafen, nahm ich den weinenden Oliver wieder aus seinem Bettlein ohne zu merken, dass er sich umgedreht hatte. Ich drückte ihn fest an mich, da weinte er plötzlich unten, ich hatte seine Füßlein fest an mein Herz gepresst.
Vor 500 Jahren haben wir in der katholischen Kirche Martin Luther auch “verkehrt” genommen. Er wurde mit seinen Vorschlägen für eine notwendige Reform der Kirche nicht verstanden. Es brach über uns Christen die Finsternis der Trennung aus. Jetzt, nach so langer Zeit, verstehen wir die Worte des Propheten Jesaja, als an uns gerichtet: “… über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf” (Jes 9,1b). Wir finden sie in der 1. Lesung dieses Sonntags. Auch in der 2. Lesung hören wir etwas Wichtiges. Paulus schreibt: “… duldet keine Spaltung unter euch” (1 Kor 1,10). Heute sind wir Katholiken bereit, unter dem Lichte Gottes den Pilgerweg mit den anderen Kirchen zur ersehnten Einheit zu gehen. Im heutigen Evangelium sagt uns Jesus: “Kehrt um … kommt, folgt mir nach” (Mt 4,17,19). Heute ist das Wort Gottes eine Aufforderung über unsere Einstellung zu den getrennten, christlichen Geschwistern nachzudenken und zum Gebet um die Wiederherstellung der Einheit aller Getauften.

 

Information

2 Millionen Jugendliche besuchen Schulen des Jesuitenordens
Jeder zehnte Abgeordnete im US-Kongress ist Jesuitenschüler

Die im 16. Jahrhundert von  Ignatius von Loyola gegründete „Gesellschaft Jesu“ ist 2013 durch die erstmalige Wahl eines Ordensmitglieds, Kardinal Jorge Bergolio, zu Papst Franziskus in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Weltweit führen die Jesuiten heutzutage Hochschulen, Schulen und Internate, in denen sie insgesamt mehr als zwei Millionen jungen Menschen allgemeine Bildungsinhalte vermitteln.
Der Orden verfolgt dabei die Absicht, sie zugleich auf ihr späteres Leben nach den Grundsätzen des christlichen Menschenbildes vorzubereiten.
Im neuen US-Kongress ist mehr als jeder zehnte Delegierte Absolvent oder Absolventin einer Jesuitenschule oder -hochschule. Das teilt die Vereinigung der 28 Jesuiten-Kollegs und -Universitäten (AJCU) auf ihrer Website mit.
Demnach stieg die Zahl gegenüber der abgelaufenen Legislatur von 50 auf 56. Insgesamt hat der 115. US-Kongress 535 Senatoren und Repräsentanten als Mitglieder. Davon seien 12 Jesuiten-Alumni im Senat und 44 im Repräsentantenhaus.
Unter anderen werden Catherine Cortez Masto als erste Latina im Senat und Stephanie Murphy als erste vietnamesisch-US-amerikanische Kongressabgeordnete hervorgehoben. Jeder zweite Jesuiten-Alume im neuen Kongress ist demnach Absolvent der Georgetown University.

catherine cortez masto
Catherine Cortez Masto

Zunehmende Christenverfolgung in Indien und Südostasien

Die Verfolgung der Christen weltweit hat nach Darstellung der international agierenden christlichen Organisation Open Doors, die 1955 von dem niederländischen baptistischen Pastor Andrew van der Bijl gegründet wurde, erneut stark zugenommen.

Schuld daran sei vor allem radikaler Islamismus, heißt es in dem jüngst veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2017. Aber auch ein wachsender Nationalismus in hinduistisch oder buddhistisch geprägten Staaten Asiens setze Christen massiv unter Druck.

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Bruder Andrew, Gründer der
christlichen Organisation „Open Doors“.
Foto: Open doors.

Hatte Open Doors zuletzt immer von mehr als 100 Millionen verfolgten Christen gesprochen, so schätzt das überkonfessionelle christliche Hilfswerk diese Zahl jetzt auf rund 200 Millionen neu ein.
Die Angaben sind umstritten, weil eine exakte Definition von Verfolgung schwierig ist. Sie reicht von direkter Gewalt über diskriminierende Gesetze bis zu gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Erneut führt Nordkorea den Index an: Die 300.000 Christen könnten unter der Herrschaft von Kim Jong-un nur im Untergrund überleben. Etwa 70.000 von ihnen seien Folter und härtester Zwangsarbeit ausgesetzt.

Islamische Unterdrückung
In 8 der 10 erstplatzierten und in 35 der 50 aufgeführten Länder ist der Analyse zufolge islamische Unterdrückung Ursache der Verfolgung.
Für die Verschärfung macht Open Doors neben islamistischen Regimes auch Netzwerke wie Boko Haram und Al-Shabaab verantwortlich, die in ihren Gesellschaften immer mehr Einfluss gewinnen würden.
Sie gründeten mit Hilfe aus Saudi-Arabien Schulen mit extremistischer Prägung in Somalia, aber auch in Kenia oder Niger, schleusten Anhänger in öffentliche Ämter oder kontrollierten den Bau von Moscheen.

Hinduistischer und buddhistischer Nationalismus
Verantwortlich für Verfolgungen sind laut Hilfsorganisation aber auch verunsicherte Regierungen, die Ressentiments gegen religiöse Minderheiten schürten.
Besonders hervorgehoben wird Indien, das erstmals auf Platz 15 zu finden ist: Unter dem seit 2014 regierenden Premier Narenda Modi und seiner religiös-nationalistischen Partei BJP verprügelten Hindu-Nationalisten Pastoren, zerstörten Kirchen und forderten Konvertiten auf, zum Hinduismus zurückzukehren.
Ähnliche Entwicklungen sieht Open Doors auch in anderen asiatischen Ländern. Buddhistisch motivierter Nationalismus führe zur systematischen Benachteiligung von Christen in Bhutan und in Sri Lanka.

Papst ruft Jugendliche zu Mitsprache und Kritik auf

Papst Franziskus hat Jugendliche in einem persönlichen Brief zu mehr Mitsprache aufgerufen. Die Kirche wolle auf ihre Sensibilität und ihren Glauben, aber auch auf Zweifel und Kritik hören.

Der Ruf der jungen Generation müsse „bis zu den Hirten gelangen“, appellierte er in dem am 13. Jänner veröffentlichten Schreiben. Franziskus verwies auf die Weisung des Ordensgründers Benedikt an Äbte, bei wichtigen Entscheidungen auch junge Mönche zu hören, denn oft werde „einem Jüngeren offenbart, was das Bessere ist“.
Anlass der Papstbriefs ist die Weltbischofssynode 2018, deren Vorbereitungsdokument am Freitag in Rom vorgestellt wurde.

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Das Bischofstreffen steht unter dem Motto „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungspastoral“. Jugendliche Delegierte seien nicht vorgesehen, sagte der Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri. Einige sollten jedoch als Hörer – sogenannte Auditores – den Debatten folgen und an Arbeitsgruppen teilnehmen.

Sternsingeraktion mit Besuch im EU-Parlament beendet

Bereits zum neunten Mal brachten Sternsinger ihren Segen ins Brüsseler Europaparlament.

23 Sternsinger aus Österreich, Belgien, Ungarn, Rumänien und Deutschland machten dem EU-Vizepräsident Rainer Wieland ihre Aufwartung. Danach besuchten die Sternsinger aus der Pfarre Gottsdorf (Bezirk Melk) den ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas sowie Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.

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Mit einem Besuch im EU-Parlament beendeten niederösterreichische Sternsinger am Mittwoch die diesjährige Saison der Dreikönigsaktion.
Foto: Wolfgang Zarl.

Vizepräsident Wieland zeigte sich explizit vom Einsatz für den Klimaschutz und somit „für die Kinder in der Welt, die besonders unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben“, beeindruckt.